Dhammapada: Die Lehren des Gotama Buddha – Taschenbuch
von Bart Marshall (Autor)
Der Mann, der als Buddha bekannt wurde (ein Ehrentitel, der „der Erleuchtete“ oder „der Erwachte“ bedeutet), wurde im sechsten Jahrhundert v. Chr. als Erbe eines kleinen Königreichs in den Ausläufern des Himalaya im heutigen Nepal geboren. Sein Name war Siddhartha Gotama. Im Alter von neunundzwanzig Jahren erlebte er eine zutiefst beunruhigende Epiphanie über Leid und Tod, die ihn dazu veranlasste, sein luxuriöses Leben aufzugeben und im Wald nach einer ultimativen Antwort zu suchen. Nach sechs Jahren Meditation und Askese stellte er jedoch fest, dass er der Wahrheit nicht näher war als zu Beginn. In seiner Verzweiflung setzte er sich unter den heute berühmten Bodhi-Baum und schwor, nicht aufzustehen, bevor er erleuchtet war. Es geschah. Danach stand er auf und ging ein paar Schritte von der Stelle, an der er gesessen hatte. Er blickte zurück und schüttelte den Kopf. Er setzte sich wieder an die Stelle unter dem Baum und sagte: „Das kann nicht gelehrt werden.“
Doch in den nächsten fünfundvierzig Jahren reiste er durch Nordindien und legte den Dhamma – die Lehre, den Weg – dar. Eine große Ordensgemeinschaft von Mönchen und Nonnen bildete sich um ihn, und Hunderte oder sogar Tausende versammelten sich zu einem seiner Vorträge. Im Alter von achtzig Jahren starb er friedlich in der Stadt Kusinara, umgeben von Jüngern. Der Dhammapada („Aspekte des Dhamma“) gilt weithin als der prägnanteste Ausdruck der Lehre Buddhas, der im Pali-Kanon zu finden ist. In theravedischen buddhistischen Ländern wird er in Klöstern als Einführung für Novizen und von der allgemeinen Bevölkerung als wesentliches Handbuch zur Lösung der Probleme des täglichen Lebens verwendet. Er enthält tiefgreifende Anweisungen für Suchende spiritueller Erleuchtung sowie grundlegende Prinzipien für ein moralisches Leben frei von Leid.