Die schwer fassbare Beute – Gebundene Ausgabe
von Ray Hyman (Autor)
Seit der Gründung der Society for Psychical Research vor über hundert Jahren versuchen Parapsychologen, die Existenz paranormaler Phänomene zu beweisen – Dinge wie Hellsehen, Telepathie, Präkognition und Fernwahrnehmung. Diese Forschung, die heute oft als „Psi“ bezeichnet wird, ist zunehmend technischer geworden. „Kontrollierte“ Laborexperimente haben „systematische Umfragen spontaner Vorkommnisse“ ersetzt; komplizierte statistische Analysen haben anekdotische Daten ersetzt. Kurz gesagt, die psychische Forschung hat sich den Standards der „harten Wissenschaft“ angenähert. Mit welchen Ergebnissen? Ray Hyman ist hervorragend qualifiziert, dies zu beurteilen. Als Forschungspsychologe, der sowohl von Parapsychologen als auch von Skeptikern hoch geschätzt wird, beleuchtet Ray Hyman hier die Geschichte und Methoden der psychischen Forschung. „The Elusive Quarry“ ist Hymans faszinierende, unvoreingenommene Kritik des Fachgebiets, ein Buch, das nicht darauf abzielt, zu entlarven, sondern zu unterscheiden. In Teil 1, „Parapsychologie“, gibt uns Hyman einen historischen Überblick: Was waren in den letzten hundert Jahren die stärksten Behauptungen über das Paranormale? Hyman nimmt die sogenannten „Ganzfeld-Experimente“ genau unter die Lupe, eine Reihe von Forschungsarbeiten, die von Parapsychologen als besonders überzeugend angesehen werden. Teil 2, „Wissenschaftler und das Paranormale“, konzentriert sich auf die Wissenschaftler selbst – von Michael Faraday und Sir William Crookes im letzten Jahrhundert bis zu Helmut Schmidt und seiner jüngsten Arbeit mit Zufallsgeneratoren. Wissenschaftler haben mit einer zugegebenermaßen einzigartigen Gruppe von Menschen interagiert: Hellsehern. Sind ihre Test- und Berichtsmethoden für die untersuchten Phänomene angemessen? Hyman verlässt für den dritten Teil seines Buches, „Psychische Phänomene“, das Labor und bewertet die Behauptungen von „Wassersuche“, okkulter Heilung und Fernwahrnehmung. Dabei zeigt er, dass die Interpretation wissenschaftlicher Daten stark von der zugrunde liegenden Überzeugung – oder dem Mangel an Überzeugung – an paranormale Phänomene beeinflusst wird. In Teil 4, „Die Psychologie des Glaubens“, erklärt Hyman anschaulich das „Cold Reading“ – die Fähigkeit von Hellsehern, Fremde davon zu überzeugen, dass sie alles über sie wissen. Es ist eine Fähigkeit, die jeder entwickeln kann, sagt Hyman. Die Psychologie ist gewöhnlich, nicht hellseherisch.
Biografie des Autors
Ray Hyman ist emeritierter Professor für Psychologie an der University of Oregon in Eugene, Oregon, und ein bekannter Kritiker der Parapsychologie. Er ist der Gründer und Leiter des Skeptic's Toolbox. Hyman ist Mitglied des Executive Council für das Committee for Skeptical Inquiry.