Werwölfe – Taschenbuch
von Elliot O'Donnell (Autor)
Die Kernansicht des paranormalen Ermittlers Elliott O'Donnell bezüglich des Werwolfs war, dass er von einem ernsthaften okkulten Phänomen ausging und nicht von einer folkloristischen Fantasie, die von der Wissenschaft leicht abgetan werden könnte. In diesem Sinne ist Werwolves (1914) ebenso wegweisend wie unterhaltsam. Es verbindet O'Donnells – seiner Zeit voraus – Verknüpfung des Werwolfs mit Schamanismus, dem ätherischen Doppelgänger und der Astralprojektion mit der traditionellen dunklen romantischen Aura, die das Thema umgibt. Seine Schlussfolgerung, dass der Werwolf höchstwahrscheinlich mit psychischen Projektionsfähigkeiten verbunden war, wurde 1992 von Claude Lecouteux in seinem Werk Witches, Werewolves and Fairies neu untersucht.
Das Wort Werwolf (werewolf) leitet sich vom angelsächsischen wer (Mann) und wulf (Wolf) ab. Es gibt kaum ein Land auf der Welt, in dem der Glaube an Werwölfe oder an eine andere Form von Wer-Tieren nicht existierte. Versuche, die realen Phänomene zu entschlüsseln, bleiben jedoch sehr selten. In Werwolves werden viele historische Werwolf-Fälle beschrieben, die sich in verschiedenen Teilen Europas (Frankreich, Britische Inseln, Deutschland, Österreich-Ungarn & Balkan, Spanien, Belgien und die Niederlande, Russland und die skandinavischen Länder) ereigneten. Während in einigen Regionen der Werwolf als rein physisch angesehen wird, wird er in anderen als teilweise, wenn nicht sogar ganz astral oder ätherisch betrachtet. Es gibt auch eine Überschneidung mit dem Ghul und dem Vampir.