Als Seelen Flügel hatten - Taschenbuch
von Terryl L. Givens (Autor)
Die Idee der Präexistenz der Seele war in der gesamten westlichen Geschichte äußerst wichtig, weit verbreitet und beständig – von noch vor der Philosophie Platons bis zur Poesie Robert Frosts. When Souls Had Wings bietet die erste systematische Geschichte dieses wenig erforschten Merkmals der westlichen Kultur.
Terryl Givens beschreibt die Tradition der Präexistenz als „Vor-Himmel“ – den Ort, an dem ungeborene Seelen warten, bis sie auf die Erde herabsteigen, um geboren zu werden. Und typischerweise wird es als Abstieg gesehen – ein Abfallen von einem glücklicheren und ungestörten Zustand in die turbulente und sündige Welt, die wir kennen. Der Titel des Buches bezieht sich auf die in der Antike aufgestellte Idee, dass unsere Seelen mit Flügeln beginnen und dass wir erst nach dem Verlust dieser Flügel auf die Erde fallen. Das Buch zeichnet nicht nur die Geschichte der Idee der Präexistenz nach, sondern fängt auch ihre Bedeutung für diejenigen ein, die sie angenommen haben. Givens beschreibt, wie die Präexistenz herangezogen wurde, um „die besseren Engel unserer Natur“ zu erklären, einschließlich der menschlichen Sehnsucht nach Transzendenz und dem Erhabenen. Die Präexistenz soll erklären, warum wir wissen, was wir nicht wissen sollten, sei es in Form des Verständnisses eines griechischen Sklaven für Mathematik, des der Menschheit gemeinsamen moralischen Sinns oder der menschlichen Fähigkeit, Universalien zu erkennen. Der Glaube hat menschliche Bindungen erklärt, die eine eigene geheimnisvolle Vorgeschichte zu haben scheinen, hat die verwundete Sensibilität einer Vielzahl von Denkern besänftigt, die die ungleich verteilten Schmerzen und Leiden, die das gemeinsame Los der Menschheit sind, sonst nicht erklären konnten, und wurde von Philosophen und Theologen gleichermaßen postuliert, um das Prinzip der menschlichen Freiheit und Verantwortlichkeit zu retten. When Souls had Wings unterstreicht, wie dauerhaft (und kontrovers) diese Idee in der gesamten Geschichte des westlichen Denkens war, welche theologischen Gefahren sie darstellte und wie prominent sie in Poesie, Literatur und Kunst vertreten war.Autorenbiografie
Terryl L. Givens ist Professor für Literatur und Religion und Inhaber des Jabez A. Bostwick Lehrstuhls für Englisch an der University of Richmond. Zu seinen Büchern gehören Viper on the Hearth: Mormons, Myths, and the Construction of Heresy (Oxford, 1997), By the Hand of Mormon: The American Scripture that Launched a New World Religion (Oxford 2002), das die New York Times als "provokante Lektüre" bezeichnete, People of Paradox: A History of Mormon Culture, das 2007 von der Mormon History Association als bestes Buch des Jahres ausgezeichnet wurde, und zuletzt The Book of Mormon: A Very Short Introduction (Oxford 2009).