Bibliotheca Valenciana - Taschenbuch
von José Leitão (Übersetzer), Jerónimo Cortez (Autor)
Mit einer Einführung und Übersetzung von José Leitão vereint die Bibliotheca Valenciana drei der großen Werke von Jerónimo Cortez, das Non Plus Ultra Do Lunario, die Physiognomy and Various Secrets of Nature und den Treatise of the Animals, die zum ersten Mal in einem englischsprachigen Band präsentiert und kompiliert wurden.
Aus dem spanischen 17. Jahrhundert stammend, ist wenig über Cortez selbst bekannt, obwohl sein Einfluss auf die neu entstandenen und aufstrebenden iberischen Mittelklassen mit dem jahrhundertealten akademischen Establishment brach, das zuvor von der wohlhabenden, gebildeten Aristokratie und natürlich von den Priestern monopolisiert wurde, die die Massen bedienten. Indem er den historisch Benachteiligten das Wissen über die Sterne, das Land und ihren eigenen Körper anbot, platzierten sich Cortez' Bücher schnell an einem revolutionären kulturellen Scheideweg, von dem aus sie den lokalen Folklore, die Volksmagie und die Grimoires späterer Jahrhunderte beeinflussten, wie zum Beispiel das literarische Kontinuum der iberischen Bücher des Heiligen Cyprian.
Die Werke von Cortez, obwohl subtil in ihrer Sichtbarkeit, haben einen extrem lang anhaltenden Einfluss auf die iberischen und südamerikanischen Vorstellungen vom Universum und seiner Funktionsweise und prägen bis heute volkstümliche, medizinische, landwirtschaftliche, magische und religiöse Konzepte. Insbesondere der Lunario, Cortez' Kronjuwel, war das maßgebliche Werk zu seinen Themen in Spanien und später Portugal und Brasilien, das mit jeder neuen Auflage Informationen aus dem magischen und medizinischen Wissen schöpfte und es wieder in dieses zurückführte. Heute haben Cortez' Werke nicht nur als historische Dokumente Wert, sondern auch als eine mächtige, reiche und breite Brücke, die einen Zugang dazu bietet, wie unsere Vorfahren über die Welt, in der sie lebten, dachten und auf sie einwirkten, nicht mehr in der Rolle passiver Opfer des Schicksals, sondern als aktive Regisseure ihrer Realität.