Hexerei und Magie in Europa, Band 1: Biblische und heidnische Gesellschaften – Taschenbuch
von Bengt Ankarloo (Herausgeber), Stuart Clark (Herausgeber)
Im alten Nahen Osten war die Kunst, den natürlichen Lauf der Dinge durch Zaubersprüche und andere Rituale zu beeinflussen, allgegenwärtig. Die soziale und politische Rolle der Magie zeigt sich auch im Wettstreit um die Vorherrschaft über rivalisierende Systeme ritueller Praktiken und Glaubensvorstellungen. In einer Region voller kleiner Königreiche, die um die Macht konkurrierten, behaupteten die Juden des alten Palästinas die Kontrolle über ihre Anhänger, indem sie eigenständige Rituale entwickelten und die Praktiken benachbarter Kulte als häretisch verurteilten. Texte aus Mesopotamien offenbaren eine erstaunliche Anzahl von Beschwörungen, Ritualen und medizinischen Rezepten gegen Hexerei, die eine tiefe Angst vor Verhexung bezeugen. Magische Rituale wurden auch verwendet, um die Harmonie zwischen der menschlichen und der göttlichen Welt aufrechtzuerhalten.
Die Wurzeln der europäischen Hexerei und Magie liegen in der hebräischen und anderen altorientalischen Kulturen sowie in den keltischen, nordischen und germanischen Traditionen des Kontinents. Seit zwei Jahrtausenden sind europäische Folklore und Rituale vom Glauben an das Übernatürliche durchdrungen und haben eine reiche Fundgrube an Geschichten und Bildern hervorgebracht. Hexerei und Magie in Europa verbindet die traditionellen Ansätze politischer, rechtlicher und sozialer Historiker mit einer kritischen Synthese aus Kulturanthropologie, historischer Psychologie und Gender Studies. Die auf sechs Bände angelegte Reihe bietet eine moderne, wissenschaftliche Übersicht über die übernatürlichen Glaubensvorstellungen der Europäer von der Antike bis zur Gegenwart. Jeder Band dieser ehrgeizigen sechsbändigen Reihe enthält die Arbeit angesehener Wissenschaftler, die aufgrund ihrer Expertise in einer bestimmten Epoche oder Region ausgewählt wurden.Autorenbiografie
Bengt Ankarloo ist Professor für Geschichte an der Universität Lund, Schweden. Stuart Clark ist Professor für Geschichte an der University of Wales, Swansea.